Altaussteiger

Alt|aus|stei|ger, der, Nomen, mask.:  (→ siehe auch: Altausspringer) 1. Stelle an der schiffbaren Traun zwischen Gmunden und Stadl-Paura. Hier stiegen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts die älteren Schiffer aus und machten sich auf den Rückweg nach Gmunden. Die Verkürzung des Fußwegs sollte das Leben für die Arbeiter leichter machen; gleichzeitig half diese Lösung Hafengebühren sparen, die sich unter anderem nach der Anzahl der Schiffer auf den Salzschiffen, den sog. Traunern, bemaßen. 2. (metaphorisch) älterer Mensch, der aussteigt, d.h. sich den Normen der Gesellschaft durch Denken und/oder Handeln zu entziehen sucht (, nachdem er sich diesen ein Leben lang brav untergeordnet hatte); in unseren Breiten meist zivilisations- bzw. konsumkritische Haltung (→ siehe auch: Hippies, Althippies, Alt68-er). Häufig pejorativ verwendetes Synonym für Loser oder Sozialschmarotzer, vor allem durch die Beobachtung beflügelt, dass es vielen Alten ökonomisch sehr gut geht, während die Jungen bluten. 3. genialer philosophischer Roman von Roland Luft (September 2017, Verlag Nina Roiter) mit Anleihen aus der etwa 3000-jährigen Philosophiegeschichte.